Geburtstagsständchen aus dem Blankenbach der kleinen Biergläser
Main-Echo Pressespiegel

Geburtstagsständchen aus dem Blankenbach der kleinen Biergläser

Gemeindepartnerschaft:Kahlgrund-Ort und Sontra-Stadtteil feiern 30-Jähriges - Ersatz für die Kerb - Bilderausstellung im Bürgersaal
BLANKENBACH  All­jähr­lich wird auch in Blan­ken­bach die Kerb ge­fei­ert. Die tra­di­tio­nel­len Ri­tua­le, die es hier schon seit ei­ni­ger Zeit nicht mehr gibt, wur­den heu­er durch die Fei­er 30 Jah­re Part­ner­schaft zwi­schen Blan­ken­bach in Bay­ern und Blan­ken­bach in Hes­sen er­setzt.

Im Bürgersaal begrüßte der Bürgermeister Matthias Müller die 30 Gäste aus Hessen. Zugleich ließ er die Anfänge Revue passieren, als Roland Imgrund 1988 das hessische Blankenbach bei einem Verwandtenbesuch entdeckte und damit den Grundstein für die Partnerschaft legte. Blankenbach bei Sontra war seinerzeit nicht weit entfernt von der Grenze zur ehemaligen DDR. Und weil der erste offizielle Besuch nicht lange auf sich warten ließ, existierte sie damals sogar noch. Die Grüße von Bürgermeister Thomas Eckhardt und der Stadt Sontra, zu der das hessische Blankenbach gehört, überbrachte die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Elisabeth Mangold. Sie betonte, dass die Freundschaft in den drei Jahrzehnten nicht durch die Verwaltungen entstanden sei. Sie werde vielmehr von den Bürgern beider Gemeinden, insbesondere den Feuerwehren und dem Musikverein, gelebt.

»Es hat sich vieles bewegt«

»Es hat sich vieles bewegt in dieser Zeit«, erinnerte Ortsvorsteher Albert Rimbach aus dem hessischen Blankenbach, der später noch den Chor beim Geburtstagsständchen dirigierte. Altbürgermeister Jürgen Niegisch, beim Beginn der Partnerschaft Rathauschef im Kahlgründer Blankenbach, mahnte, dass diese »Partnerschaft unter guten Freunden« aber nur dann weitergepflegt werden könne, wenn alle dabei helfen. Mit einer Bilderausstellung »Damals und Heute« erinnerten Niegisch und Martin Schäfer, Müllers Stellvertreter, an Ereignisse und Personen der vergangenen Jahrzehnte. Schäfer rief zudem heitere Anekdoten ins Gedächtnis. Unter anderem erzählte er vom Staunen der Blankenbacher aus Bayern in der Anfangszeit über die kleinen Biergläser im hessischen Blankenbach: »Wir hatten damals Angst, die Gläser zu verschlucken«, scherzte er.

Abgerundet wurde der Tag von den Blankenbachern aus beiden Gemeinden mit dem Mittagessen bei Unterhaltung durch den örtlichen Musikverein und einer Führung im Besucherbergwerk Grube Wilhelmine in Sommerkahl. Beim Festbetrieb der Kerb ließen sie den Tag ausklingen.

15.07.2019
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